Konzept

Inhaltsangabe der Konzeption

1  Beschreibung der Einrichtung
2  Rechtliche Grundlagen
3  Sozialraumbeschreibung
4  Zielgruppen
5  Ziele und Aufgaben
6  Haltung und Methoden
7  Angebote
8  Qualitätssicherung
9  Präambel

Impressum

 

1. Beschreibung der Einrichtung

Das Kinderhaus Sachsenhausen ist eine stadtteilbezogene Freizeit- und Bildungseinrichtung der Kommunalen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Frankfurt für Kinder von sechs bis vierzehn Jahren. Es bietet neben dem offenen Bereich vielfältige Freizeit- und Bildungsangebote in Form von verschiedenen Kreativwerkstätten, Hausaufgabenhilfe, Mittagstisch, Sportaktivitäten, Kinderkulturprogramm, Computerangebote, Elternarbeit sowie Stadtteilarbeit an. Als Offenes Haus stellt die Einrichtung sämtliche Angebote allen jungen Menschen in diesem Alter, unabhängig jeglicher Herausstellungsmerkmale, zur Verfügung. Vielfalt wird als Bereicherung begriffen. Die Kinder können freiwillig und bedürfnisorientiert ohne Anmeldung die Angebote des Kinderhauses während der Öffnungszeiten wahrnehmen. Lediglich für Ausflüge wird eine Anmeldung benötigt. Das Kinderhaus arbeitet bildungs-, ressourcen- und beziehungsorientiert (siehe Punkt 6).

 

2. Rechtliche Grundlagen

Im Arbeitsfeld der offenen Kinder- und Jugendarbeit werden Aufgaben gemäß §§ 1,3, 8a, 9, 11, und 13 Sozialgesetzbuch (SGB VIII) erfüllt. Als Grundlage dienen die Leistungsvereinbarung mit dem Jugend- und Sozialamt, die Qualitätskriterien für die offene Kinder- und Jugendarbeit sowie die Frankfurter Leitlinien für die Mädchen- und Jungenarbeit, die Leitlinien für die interkulturelle Orientierung und Kompetenz, der Orientierungsrahmen für eine genderbezogene Kinder- und Jugendarbeit sowie die Leitlinien Inklusion der Stadt Frankfurt am Main. Die Angebote sind niedrigschwellig und basieren auf Freiwilligkeit.

 

3. Sozialraumbeschreibung

Das Kinderhaus Sachsenhausen ist eine Einrichtung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im Stadtteil und besteht seit 1986. Es befindet sich am Affentorplatz angrenzend zum Gaststädten- und Apfelweinviertel. In der näheren Umgebung befinden sich Grund- und weiterführende Schulen, Museen, Horte, offene Kinder- und Jugendeinrichtungen, ein Sportverein, öffentliche Spielplätze, Beratungsstellen, eine Stadtteilbibliothek, das Sozialrathaus und viele Einkaufsmöglichkeiten. Direkt neben dem Kinderhaus befindet sich die Wohnsitzlosenhilfe. Es bestehen gute Verkehrsverbindungen.

Der Sozialraum wird von Menschen unterschiedlichster nationaler, ethnischer, religiöser und sozialer Herkunft bewohnt, was sich auch in der Vielfalt der Kinderhausbesucher auswirkt.

 

4. Zielgruppen

Zur Zielgruppe gehören Kinder und Jugendliche von 6 bis 14 Jahren; insbesondere sozial und individuell benachteiligte Kinder. Auch Eltern, Bezugspersonen und Kooperationspartner zählen zum Kreis der Zielgruppe.

 

5. Ziele und Aufgaben

Die folgenden vier Querschnittsthemen (Soziales Lernen, Interkulturelles Lernen, Geschlechtsbewusstes Lernen und Partizipation) dienen dem Ziel, bei jungen Menschen die Entwicklung von Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein, von Eigenständigkeit und Ich-Stärke zu fördern und ihnen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Hierbei berücksichtigt das Kinderhaus Sachsenhausen wieder die komplexen Lebenssituationen aller jungen Menschen und Familien, unabhängig jeglicher Herausstellungsmerkmale.

 

Soziales Lernen findet statt in der Begegnung von Menschen und ist somit Bestandteil des alltäglichen pädagogischen Handelns.

  • Erwerb von sozialen Kompetenzen, Einstellungen und Verhaltensweisen (individueller Bezug), wie z.B.: Gruppenfähigkeit, Partnerschaftlichkeit, Fähigkeit zu solidarischen Handeln, Konfliktfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit
  • Entwicklung von Grundlagen für das Zusammenleben unter der Beachtung der Menschenwürde, der Akzeptanz jedes einzelnen Menschen und der gesellschaftlichen und demokratischen Regeln (gesellschaftlicher Bezug)

Ziel: Entwicklung einer Kultur des sozialen und menschlichen Umgangs.

 

Interkulturelles Lernen vollzieht sich in drei Bereichen, die ineinander greifen und eine Einheit bilden:

  • Identitätsbindung, kulturelle Koexistenz der Gruppen durch gesamtgesellschaftliche Interaktion.
  • Ermöglichung der eigenen kulturellen Ausdrucksweise
  • Förderung der Kommunikation und Interaktion von Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher soziokultureller und religiöser Herkunft. Dies geschieht durch: Sensibilisierung, Begegnung, Beziehungsaufbau, Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Wertesystemen und Kulturen, Verständigung

Ziel: Entwicklung einer eigenen kulturellen Identität und Achtung unterschiedlicher Orientierungs- und Lebenswelten von Individuen und Gruppen.

 

Geschlechtsbewusste Arbeit und Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Lebenswelten findet im alltäglichen pädagogischen Handeln, sowohl in geschlechtsgetrennten als auch koedukativen Angeboten statt.

Die Frankfurter Leitlinien zur Förderung der Mädchen- und Jungenarbeit in der Kinder- und Jugendhilfe sind anzuwenden. Gesellschaftliche Perspektive ist die Herstellung von Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern (Gender Mainstreaming, seit 1996 EU-Richtlinie).

  • Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen sowie mit den Lebenslagen von Kindern, die sich keinem der klassischen Geschlechter zugehörig fühlen.
  • Erkennen von geschlechtsbedingten, stereotypischen Verhaltensweisen und Einstellungen.
  • Abstimmen von Wissen mit eigenen Wahrnehmungen und Verhaltensweisen.
  • Umsetzung in konkretes Handeln.

Ziel:

Entwicklung einer Geschlechtsidentität unter Achtung und Anerkennung anderer Geschlechter in ihrem Selbstbestimmungsrecht.

 

Partizipation wird ermöglicht sowohl durch die Teilhabe der Nutzerinnen im pädagogischen Alltag als auch durch offene und repräsentative Formen der Beteiligung.

  • Entwicklung und Formulierung eigener Interessen
  • Erlernen und Praktizieren von Mitsprache, Mitwirkung und Mitbestimmung
  • Selbstorganisation
  • Förderung und Vermittlung von gesellschaftlichen Mitbestimmungsrechten

Ziel: Befähigung zur Beteiligung an Entwicklungsprozessen in der Einrichtung, im Lebensumfeld und am gesellschaftlichen Leben.

 

6. Haltung und Methoden

Das Kinderhaus arbeitet bildungs-, ressourcen- und beziehungsorientiert.

Bildungsorientierung im sozialpädagogischen Sinne meint jede Aneignung und Verarbeitung von Information, die sich in einer Veränderung des Erlebens und/oder des Verhaltens eines Individuums niederschlägt. Daher bezieht sich dieser Bildungsbegriff nicht auf die Anhäufung faktischen Wissens und auf das Erreichen eines Ergebnisses; sondern der Lernprozess steht im Vordergrund und dient als Chance, Handlungs- und Verhaltensmechanismen zu erlernen, zu ergänzen und zu verändern.

Ressourcenorientierung meint das Bereitstellen personeller, materieller und räumlicher Ressourcen, die Lern- und Erfahrungsprozesse in einem geschützten Raum ermöglichen und somit die Entwicklung und Identität fördern und unterstützen. Ausgangs- und Ansatzpunkt der pädagogischen Bemühungen sind die Stärken und Kompetenzen der Adressaten als auch Kooperationen mit anderen Einrichtungen und die Vermittlung an andere Einrichtungen.

Beziehungsorientierung meint die unmittelbare und direkte Arbeit mit den Kindern. Sie beinhaltet Empathie, Wertschätzung, Authentizität.

Das offene Konzept des Kinderhauses bildet den Rahmen zur Umsetzung folgender Methoden: Einzelarbeit, Gruppen- und Gemeinwesenarbeit, Projektarbeit

 

7. Angebote

Offener Bereich

Der Offene Bereich ist das zentrale Regelangebot ohne Anmeldung, ermöglicht eine zwanglose Begegnung und Kommunikation mit Gleichaltrigen und bietet die Möglichkeit zu Spiel und Geselligkeit.

Die Besucher finden im Offenen Bereich professionelle Ansprechpartner und können ihre Fragen, Wünsche und Anregungen einbringen. Der Offene Bereich ist Ausgangspunkt für viele weitere Aktivitäten. Dieses niedrigschwellige Angebot ermöglicht Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Gruppenaktivitäten, Kursen, Projekten und Unterstützung der schulischen Entwicklung. Außerdem können darüber Hilfen zur Lebens- und Problembewältigung angenommen werden.

Darüber hinaus stellt sie vielfältige Angebote zur kulturellen, politischen und sozialen Bildung sowie spezifische Informationen für Kinder und Jugendliche bereit. Die unmittelbare Lebensweltorientierung ist dabei als Chance und Spezifikum für die Informations- und Bildungsangebote zu sehen. Alltagskulturen von Kindern sowie Dinge des täglichen Lebens werden aufgegriffen und zum Ausgangspunkt pädagogischen Handelns gemacht.

Im Offenen Bereich werden die Kinder dabei gefördert und unterstützt, einen eigenständigen Umgang mit Dingen des alltäglichen Lebens zu erlernen und Handlungsregeln einzuüben und sich anzueignen.

 

Hausaufgabenbetreuung

Die Hausaufgabengruppe findet Montag bis Donnerstag von 14:00 bis 15:00 Uhr statt. Die Teilnahme ist freiwillig und für alle Kinder offen. Dieses Angebot versteht sich nicht als Nachhilfe, die eine gezielte Verbesserung der schulischen Leistungen oder das Nachholen von Grundkenntnissen zum Ziel hat. Die anwesenden Mitarbeiter begleiten und unterstützen die Kinder individuell bei Ihren Hausaufgaben. In den meisten Fällen bedeutet dies Verständnisfragen zu den Aufgaben zu erklären, Ergebnisse zu kontrollieren oder Übungsinhalte abzufragen. Insbesondere wird auf eine ruhige Arbeitsatmosphäre geachtet die ein konzentriertes Arbeiten erleichtern soll. Ein weiteres Ziel ist es selbständiges- und eigenverantwortliches Handeln zu fördern. Vielen Kindern fehlen zu Hause die Voraussetzung an Ihren Hausaufgaben adäquat zu arbeiten. Entweder fehlt ihnen ein Rückzugsraum oder kompetente Hilfe. Viele unserer Besucher leben erst seit kurzem in Deutschland. Häufig sprechen sie Deutsch nur unzureichend und haben Schwierigkeiten beim Lesen. Die Hausaufgabengruppe ist ein niedrigschwelliges Angebot und versucht Chancengleichheit herzustellen.

 

Mittagstisch

Täglich von 13:00 bis 15:00 Uhr stellt das Kinderhaus den Kindern für 1,50 Euro ein Mittagessen zur Verfügung. Das Essen beinhaltet eine warme Mahlzeit und etwas Frisches und Vitaminhaltiges, z.B. Salat oder Obst. Das angebotene Mineralwasser gehört ebenfalls dazu. Das Angebot ist für alle offen und erfordert keine Anmeldung. . In den Ferien ist das gemeinsame Kochen und Einkaufen fester Bestandteil des Tagesablaufes. Ziel ist es, den Kindern eine günstige und gesunde Ernährung zu ermöglichen und Esskultur zu vermitteln. Es soll nicht nur reine Nahrungsaufnahme, sondern bewusste Lebensgestaltung sein. Dadurch dass die Bezugspersonen der Kinder das Essen zubereiten, bekommt das Essen eine andere Wertigkeit. Die Kinder haben die Möglichkeit eine positive oder negative Rückmeldung an die Mitarbeiter zu geben. Tischgespräche handeln von den Erlebnissen in der Schule, mit Lehrern, von Konflikten mit Mitschülern, oder Erlebnissen auf dem Weg ins Kinderhaus. Somit ist der Offene Mittagstisch Teil der Beziehungsarbeit und ein ganzheitliches Angebot.

 

Sport und Bewegung

Sport und Bewegung sind ein wesentlicher Bestandteil der Lebenswelten junger Menschen. Daher bietet das Kinderhaus Sachsenhausen vielfältige Sport- und Bewegungsangebote im Toberaum, vor dem Kinderhaus, auf den anliegenden Spielanlagen und -plätzen als auch in Kooperation mit Schulen an. Darüber hinaus haben die Kinder die Möglichkeit, den Toberaum unbeaufsichtigt als Rückzugsraum für selbst gestaltete und selbst initiierte Sport- und Bewegungsspiele zu nutzen. Neben der Förderung motorischer und körperlicher Fähigkeiten erfordern Sport- und Bewegungsangebote ein hohes Maß an Kommunikations-, Konflikt-, Integrationsfähigkeit und ermöglicht das Zusammentreffen und die Begegnung von Kindern unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Herkunft und Kultur.

 

Kreativwerkstatt

In der Kreativwerkstatt finden mehrmals in der Woche Angebote statt. Sie bieten den Kindern die Möglichkeit sich in unterschiedlichster Art und Weise kreativ auszudrücken. Der Umgang mit diversen Werkzeugen und Materialien, sowie die kontinuierliche Arbeit und Gestaltung an einem Werkstück fördert das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Basale Materialerfahrungen können gemacht werden. Die Kreativwerkstatt bietet die Möglichkeit, mit den Kindern in einem geschützten Rahmen intensive Gespräche zu führen. Die Mitarbeiter fördern bei den Kindern die Wertschätzung gegenüber Gegenständen und Materialien.

 

Medienwerkstatt

Zur Medienkompetenzförderung werden unterschiedliche Medien genutzt. Die Arbeit mit digitaler Fotografie, deren Verfremdung oder deren unterschiedlichen Gestaltung mittels eines Computers (z.B. Kinderhausausweise, Portraitfotos, Collagen, Steckbriefe) erreicht wird, fördert die eigene Gestaltungsfähigkeit und erweitert die Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit dem Computer.

Des weiteren können mit Audioprogrammen Hörspiele, Musik und Videos entstehen. Zudem werden Fähigkeiten gefördert, um den Einfluss der Printmedien, des Film- und Fernsehens und des Internets auf den Konsumenten und Benutzer erkennen, bewerten und beurteilen zu können.

 

Ferienspiele

In allen Schulferien (in den Sommerferien in den ersten drei Wochen) bietet das Kinderhaus Ferienspiele an. Die Ferienspiele sind offen; jedoch ist bei Ausflügen eine Anmeldung erforderlich, da nur begrenzt Plätze zur Verfügung stehen. Die Kinder können in einer festen Gruppe Freundschaften schließen, erweitern und gemeinsam neue Erfahrungen außerhalb des Alltags machen. Dabei werden Ausflüge, Spiel- und Kreativaktionen gemacht. Zudem wird gemeinsam gekocht. Der Rahmen der Ferienspiele ermöglicht Projektarbeit. Dabei wird mittels unterschiedlicher Medien (z.B. Hörspiel, Videoarbeit, Computerarbeit, Theaterarbeit, Musik, Tanzen) an bestimmten Themen gearbeitet (z.B. Gewaltprävention, Gefühle, Freundschaft)

 

Teeniearbeit

Die Teeniearbeit bietet Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren die Möglichkeit, in einem separaten und geschützten Setting altersgerechte Bedürfnisse und Anliegen zu thematisieren und entsprechende Angebote gemeinsam mit den Teenies durchzuführen. Sowohl Termine als auch inhaltliche Schwerpunkte werden gemeinsam mit den Teenies besprochen und festgelegt. Um einerseits die zeitlichen Ressourcen der Teenies zu berücksichtigen und pädagogisch-qualitative Angebote durchführen zu können, gibt es die Möglichkeit, Teenieangebote außerhalb der Öffnungszeiten durchzuführen. Bei der Durchführung der Teeniearbeit werden altersgerechte Themen bzw. entwicklungspsychologische und alltägliche Problematiken aufgegriffen wie zum Beispiel  Identitätsbildung während der Jugendphase, Beratung bei Beziehungsfragen und Ablösungsprozessen bzw. Unterstützung und Förderung zur Erlangung von Selbst- und Eigenständigkeit, Einüben von rücksichts- und respektvollen Umgangs- und Kommunikationsformen.

 

Kinderkultur

Jährlich wird vom Kinderhaus das Kinderkulturprogramm „Frankfurter Flöhe“ in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt organisiert und umgesetzt. Das Programm wird nach bestimmten Kriterien ausgewählt. Filme und Theaterstücke sollen anregend und unterhaltsam sein, die Zielgruppe ansprechen und eine Alternative zum konventionellen Angebot darstellen. Dies beinhaltet sechs Theater- und acht Filmvorführungen. Die Termine am Wochenende ermöglichen es den Eltern ihre Kinder zur Vorstellung zu begleiten. Die Kinderfilme werden immer freitags vorgeführt. Jeder Film wird ab der Hälfte unterbrochen, um den Kindern eine Pause zu geben. Dort werden Inhalte reflektiert, der angestaute Bewegungsdrang nach Bedarf ausagiert, Essen und Trinken zu sich genommen. Dadurch wird die Konzentration auf den Film und die Handlung gefördert.

Ziel des Kinderkulturprogramms ist es, den kulturellen Erfahrungsschatz der Kinder zu erweitern. Die niedrigen Eintrittspreise ermöglichen unter anderem sozial benachteiligten Familien den Zugang.
Genauere Informationen und Termine finden sie auf der Seite der Frankfurter Flöhe: http://kinderkultur-frankfurt.de/

 

Elternarbeit

Für Eltern sind wir Ansprechpartner bezüglich Erziehungsfragen und Problemsituationen.

Anlass für ein Elterngespräch kann ein Aufnahme-, Routine-, Entwicklungs- oder Krisengespräch sein. Der Inhalt des Gesprächs bezieht sich einerseits auf die Vermittlung und das Informieren unserer Arbeitsstruktur, des Auftrags, der Zielsetzung und der Angebote und andererseits auf die Bedürfnisse und Interessen der Eltern und Kinder. Das Gespräch dient darüber hinaus als Auflockerung, als gegenseitiges Kennenlernen, als Orientierungsrahmen für die Arbeit mit dem Kind und gegebenenfalls als Möglichkeit zur Vermittlung an andere Institutionen.

 

Kooperation, Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit

Um Synergieeffekte zu nutzen, kooperiert das Kinderhaus Sachsenhausen mit unterschiedlichen Institutionen und schulischen (Schulsozialarbeit) sowie außerschulischen Bildungs- und Freizeiteinrichtungen.

Ebenso trägt die aktive Teilnahme einzelner Mitarbeiter an fachspezifischen Arbeitskreisen zu einer Vernetzung des Kinderhauses bei und gewährleistet eine breite, bedarfsorientierte Versorgung des Stadtteils.

Im Rahmen öffentlich ausgerichteter Veranstaltungen informiert das Kinderhaus Sachsenhausen über seine Arbeit. Auf Flyern und Plakaten sind die aktuellen Angebote dargestellt. Kontakte zu lokalen Zeitungsredakteuren, die über besondere Projekte des Kinderhauses berichten sorgen für ein breiteres Spektrum an öffentlicher Wahrnehmung. Internetauftritte auf der städtischen Seite, der Kinderhausseite und einer Seite bei Facebook informiert über unsere Angebote.

Das Kinderhaus veranstaltet Schnuppertage mit Schulklassen im Kinderhaus und lädt vormittags Kindergartengruppen ein.

 

Kinderbeteiligung

Neben den Beteiligungsmöglichkeiten im pädagogischen Alltag haben die Kinder haben die Möglichkeit ihre Interessen, Bedürfnisse und Wünsche in den „Wunsch und Meckerkasten“ einzuwerfen. Dieser wird vom Team geleert und innerhalb der Teamsitzung diskutiert. Die Ergebnisse werden den Kindern sichtbar im Offenen Bereich ausgehängt. Bei Bedarf können sie die ausgehängten Punkte kommentieren. Ebenfalls regt der Aushang der einzelnen Wünsche zu Gesprächen innerhalb der Kinder sowie zu den MitarbeiterInnen an. Dadurch entstehen Aushandlungs- und Partizipationsprozesse, wobei die Kinder Mitsprache, Mitwirkung und Mitbestimmung erlernen und erfahren sollen. Des Weiteren soll die gesellschaftliche Mitbestimmung gefördert und vermittelt werden.

 

8. Qualitätssicherung

Zur Gewährleistung der Qualität der Arbeit des Kinderhaus Sachsenhausen dienen strukturelle Rahmenbedingungen sowie Instrumente der Evaluierung.

Personal

Das Kinderhaus Sachsenhausen verfügt über drei Planstellen, die mit Diplom-Sozialpädagogeninnen und Sozialpädagogen oder Diplom-Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter oder Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern (BA) verschiedener Kompetenzen und Qualifikationen besetzt sind. Hinzu kommt eine Sozialarbeiterin oder Sozialarbeiter (BA) im Anerkennungsjahr.

Das Team wird durch einen Hausleiter geleitet.

Es finden regelmäßig Teamsitzungen statt. Die Teamsitzung hat die Funktion, Projekte und Aktionen zu planen, Einschätzungen zu und Umgangsweisen mit bestimmten Kindern zu reflektieren und untereinander abzugleichen, Informationen untereinander auszutauschen, und Organisatorisches zu besprechen.

Zusätzlich stehen 4 Teamtage/Konzeptionstage pro Jahr zur Verfügung. Die Funktion des Teamtages entspricht der Funktion der Teamsitzung in einem erweiterten zeitlichen Rahmen.

Zur Abdeckung spezieller pädagogischer Bereiche stehen Honorarmittel zur Verfügung.

Räumlichkeiten

Das Kinderhaus besteht aus drei Stockwerken zu jeweils 70qm. Im Erdgeschoss befindet sich ein ca. 55 qm großer Toberaum mit einem separaten Materialraum. In diesem Raum können die Kinder selbstbestimmt und ohne Aufsicht den Raum nutzen. Es befinden sich dort mehrere Materialien, die gegen einen Pfand für eine bestimmte Zeit ausgeliehen werden können. Außerdem finden dort zusätzlich Kino- und Theaterveranstaltungen statt. Auf dieser Etage befindet sich die Toilette für die Mitarbeiter. Im ersten Stock befindet sich der ca. 40 qm große Gruppenraum, der als Offener Bereich dient. Zusätzlich befindet sich im ersten Stock das Büro der Mitarbeiter als auch eine Küche.

Im zweiten Stock befinden sich der ca. 25 qm große Medien- und Hausaufgabenraum sowie die 30 qm große Werkstatt. In dieser Etage befinden sich auch die sanitären Einrichtungen für die Kinder.

Das Kinderhaus verfügt über kein Außengelände.

Öffnungszeiten.

Das Kinderhaus Sachsenhausen hat regulär montags bis freitags von 12.30 Uhr bis 18.00 Uhr für die Besucher geöffnet. Während den Schulferien verschieben sich die Öffnungszeiten zu 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr. Im Rahmen des Kinderkulturprogrammes des Jugend- und Sozialamtes stellt das Kinderhaus Sachsenhausen außerdem an sechs Samstagen im Jahr einen Raum und Personal für Theatervorstellungen zur Verfügung.

Fortbildungen

Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit im Rahmen eines vorgegebenen Budgets Fortbildungen nach Bedarf und Interesse zu besuchen.

Instrumente zur Evaluierung

Die Evaluierung findet unter Berücksichtigung personeller und zeitlicher Ressourcen statt. 

  • Gesprächsprotokolle
  • Aufnahmegespräche für die Hausaufgabengruppe
  • Entwicklungsgespräche mit Eltern, Lehrern und Sozialrathaus
  • Berichtswesen (Vorgabe durch Jugend- und Sozialamt)
  • Wunsch und Meckerkasten
  • Schriftliche Rückmeldung der Kinder
  • Kontinuierliche Konzeptentwicklung
  • Informelle Befragung
  • dokumentierte Fallbesprechungen
    • Intern im Team
    • Extern durch kollegiale Beratung

 

9. Präambel

Die sozialstrukturellen Bedingungen in der Stadt Frankfurt am Main machen es heute und in Zukunft notwendig, dass die gewachsene Trägervielfalt erhalten bleibt, dass Jugendhilfeeinrichtungen und -dienste kommunaler und freier Träger im Interesse der Kinder und Jugendlichen dieser Stadt zusammenwirken. In enger partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Trägern der freien Jugendhilfe hat der Betrieb die Aufgabe, im Auftrag des Jugend- und Sozialamtes wie auch im Rahmen der städtischen Jugendhilfeplanung zur Verbesserung der Lebensverhältnisse von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien in den Stadtteilen beizutragen, individuelle Problemlagen lindern bzw. lösen zu helfen. Gemeinsam mit den Trägern der freien Jugendhilfe, den Sozialrathäusern, Stadtteilarbeitskreisen und Präventionsräten, Schulen und Kindertagesstätten sowie Anderen städtischen Ämtern und Stellen wirken der Betrieb bzw. seine Organisationseinheiten mit an der Verwirklichung einer präventiven, regional orientierten Jugendhilfe. Die Dienste und Einrichtungen der “Kommunalen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Frankfurt am Main” sind den Zielen der Integration, der Prävention und der Partizipation junger Menschen in besonderem Maße verpflichtet. Die wachsenden Fähigkeiten und Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen zu selbständigem, verantwortungsbewusstem Handeln werden gefördert unter Berücksichtigung der jeweils besonderen sozialen und kulturellen Bedürfnisse und Eigenarten der jungen Menschen und ihrer Familien. Denjungen Menschen werden Chancen zur Orientierung, Chancen zur Konfrontation und Chancen zu sozialem Lernen eröffnet. Der Förderung der Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen unter Beachtung der Geschlechterdifferenz kommt in allen Arbeitsbereichen des Betriebes besondere Bedeutung zu. Der Betrieb entwickelt Angebots- und Hilfekonzepte weiter, er passt seine Angebotsstruktur in qualitativer wie auch in quantitativer Hinsicht sich verändernden Bedarfen an. Kinder und Jugendliche brauchen Menschen, die kompetent und selbstbewusst bereit und in der Lage sind, persönliche Verantwortung zu tragen. Der organisatorische Aufbau und Ablauf muss den Fachkräften ermöglichen, diese Verantwortung zu übernehmen und ihr berufliches Wissen und Können in den Dienst der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sowie der Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse zu stellen. Der Betrieb fördert die berufliche Kompetenz und Entwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Optimierung der Aufgabenerfüllung.

Impressum

Verantwortlich für den Inhalt und die Gestaltung der Konzeption ist das Kinderhaus Sachsenhausen